Prognosebericht
Konjunktur und Konsum in 2007 und 2008
Deutschland – Robuste Entwicklung trotz Mehrwertsteuererhöhung
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen für das Kalenderjahr 2007 von einer weiterhin dynamischen, wenn auch im Vergleich zu 2006 gedämpften konjunkturellen Entwicklung in Deutschland aus. Die Anhebung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent per 1. Januar 2007 und der Abbau weiterer Steuervergünstigungen werden sich zwar dämpfend auf die Konjunktur auswirken. Trotzdem startet die deutsche Volkswirtschaft nach Einschätzung der Experten mit einer guten Auftragslage und somit positiven Geschäftserwartungen der Unternehmen in das Jahr 2007. Insgesamt soll das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Ansicht des Sachverständigenrates um 1,8 Prozent, nach Einschätzung der OECD um 1,7 Prozent steigen. Die Experten unterstellen, dass die deutschen Exporte in 2007 nochmals spürbar steigen werden, auch wenn sich die Weltwirtschaft insgesamt leicht abschwächen wird.
Die in 2006 zu beobachtende Entspannung am deutschen Arbeitsmarkt wird sich in 2007 wahrscheinlich fortsetzen. Zwar wird der weitere Aufbau der Erwerbstätigkeit an Dynamik verlieren und sich verlangsamen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aber wird weiter zunehmen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen soll sich nach Einschätzung des Sachverständigenrates zwar auf durchschnittlich 4,3 Millionen Personen verringern, aber voraussichtlich weiterhin auf hohem Niveau verharren. Im Jahresdurchschnitt soll die Arbeitslosenquote auf 10,2 Prozent zurückgehen, wobei in der zweiten Jahreshälfte die Grenze von zehn Prozent unterschritten werden dürfte.
Die Inflationsrate soll im Kalenderjahr 2007 im Jahresdurchschnitt bei rund 2,3 Prozent liegen.
Bei den privaten Konsumausgaben wird es zunächst zu einem Nachfragerückgang kommen, weil viele deutsche Verbraucher den Kauf bestimmter Konsumgüter angesichts der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 in das Jahr 2006 vorgezogen haben dürften. Gravierender als der Nachfragerückgang durch die Vorzieheffekte aber wird sich der Kaufkraftentzug durch die steigenden Preise auswirken. Es wird daher erwartet, dass der private Konsum erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 mit steigender Beschäftigung wieder zunehmen und mit einem Anstieg um 0,3 Prozent die wirtschaftliche Entwicklung in 2007 nicht nennenswert stützen wird.
Zu den Hauptthemen des deutschen Einzelhandels in 2007 gehören neben der Verlängerung der Ladenöffnungszeiten insbesondere die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung auf das Konsumverhalten der Verbraucher. Ferner wird die Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes gedämpft durch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, stagnierende Realeinkommen und den Abbau weiterer Steuervergünstigungen. Vor dem Hintergrund dieser insgesamt unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland wagte kein Einzelhandelsverband – weder BAG noch HDE – bis zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichtes eine Umsatzprognose für den deutschen Einzelhandel in den Jahren 2007 beziehungsweise 2008.
Nach Einschätzung der OECD wird sich die Konjunktur in Deutschland in 2008 wieder beleben. Die Experten gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in 2008 real um 2,4 Prozent steigen wird. Sie unterstellen dabei, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin dynamisch entwickelt und dies positive Auswirkungen auf die deutschen Exporte und Investitionen haben wird.
Die Zahl der Arbeitslosen soll weiter sinken und der private Konsum mit 1,8 Prozent deutlich zunehmen. Die Inflationsrate für das Jahr 2008 soll bei rund 1,0 Prozent liegen. Wesentliche Risiken für die deutsche Wirtschaft in den nächsten Jahren sehen die Experten in der weiteren Aufwertung des Euro.
Europa bleibt auf Wachstumskurs
Die Konjunktur in den 16 Ländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (Euro-Raum) bleibt auch im Jahr 2007 robust und soll erst zum Jahresende 2007 etwas an Kraft verlieren. Insgesamt soll das Bruttoinlandsprodukt nach Auffassung des Sachverständigenrates real um 2,4 Prozent zunehmen, die OECD prognostiziert ein Wachstum von 2,3 Prozent. Der im Vergleich zum Kalenderjahr 2006 erwartete geringere Anstieg des Bruttoinlandsprodukts ist vor allem der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland zuzuschreiben, die den privaten Verbrauch und die Exporte der anderen europäischen Staaten nach Deutschland dämpft. Begleitet wird diese Entwicklung im Euro-Raum von einer deutlichen Ausweitung der Beschäftigung und einer kräftigen Zunahme der privaten Konsumausgaben.
Für 2008 geht die OECD von einem realen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Euro- Raum von 2,3 Prozent aus.
Noch dynamischer soll die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen EU-Mitgliedsstaaten verlaufen. Die elf mittel- und osteuropäischen Staaten profi tieren von der EU-Wirtschaftsförderung und der zunehmenden eigenen Integration in den gemeinsamen Markt. Die Wirtschaft in diesen Staaten soll nach Einschätzung des Sachverständigenrates in 2007 um voraussichtlich 5,0 Prozent wachsen. Aufgrund zunehmender Beschäftigung und damit einhergehenden steigenden Realeinkommen ist mit einem deutlichen Anstieg des privaten Konsums zu rechnen.
Bei Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichtes lagen keine verlässlichen Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung der neuen EU-Mitgliedsstaaten in 2008 vor.
Die DOUGLAS-Gruppe – Schwerpunkte in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08
Die DOUGLAS-Gruppe ist für die Zukunft gut gerüstet. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2006/07 mit dem für die DOUGLAS-Gruppe so wichtigen Weihnachtsgeschäft verlief insgesamt erfreulich. Auf vergleichbarer Fläche entwickelten sich alle Geschäftsbereiche positiv. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben in einigen Städten auch die ab November 2006 in verschiedenen Bundesländern frei gegebenen Ladenöffnungszeiten an den Werk tagen beigetragen. Die DOUGLASGruppe hat die Öffnungszeiten vor allem für Fachgeschäfte in 1A- nnenstadtlagen sowie in den Einkaufs zentren individuell ver längert und damit an einigen Standorten erste positive Erfahrungen im Weihnachtsgeschäft 2006 gemacht. Ob und inwieweit sich längere Öffnungszeiten auch unterjährig positiv auswirken werden, bleibt aber wegen der damit verbundenen steigenden Lohnkosten abzuwarten.
Die DOUGLAS-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, auch in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 weiter wertorientiert zu wachsen und ihre Position als führende europäische Lifestyle-Gruppe im Handel auszubauen. Dafür steht im Geschäftsjahr 2006/07 konzernweit ein Investitionsvolumen von rund 160 Millionen Euro zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2007/08 wird aus heutiger Sicht ein Investitionsbudget in mindestens vergleichbarer Höhe bereitgestellt werden.
Investitionsschwerpunkt bleiben die Douglas-Parfümerien, in deren internationale Expansion im Geschäftsjahr 2006/07 rund 90 Millionen Euro investiert werden sollen. Douglas wird seine Spitzenstellung als europäische Lifestyle-Marke konsequent ausbauen: durch Neueröffnungen von mindestens 50 Parfümerien pro Geschäftsjahr sowie Flächenerweiterungen und Modernisierungen bestehender Parfümerien. Zudem wird Douglas auch durch die Akquisition von Parfümerie-Unternehmen weiter wachsen, sofern diese zu marktgerechten Konditionen angeboten werden.
Expansionsschwerpunkte bleiben Ost- und Südeuropa. In Osteuropa wird Douglas vor allem in Russland und Polen weiter wertorientiert wachsen mit dem Ziel, die jeweilige Marktposition zu festigen und auszubauen. In 2006 hat Douglas den Markteintritt in den türkischen Parfümeriemarkt vollzogen, das Engagement hier wird zügig ausgebaut. In Südeuropa wird Douglas vor allem in Italien und Spanien die vorhandenen Wachstumspotenziale ausschöpfen, um in den jeweiligen Ländern die guten Marktpositionen zu festigen und auszubauen. Darüber hinaus wird der Markteintritt in neue Märkte wie Griechenland und die baltischen Staaten geprüft. Außerhalb Europas gibt es ferner Überlegungen über den Einstieg in die schnell wachsenden Märkte China, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die ungebrochene Wachstumsdynamik macht Douglas zusehends unabhängiger vom deutschen Markt; in absehbarer Zeit wird der Parfümeriebereich 50 Prozent seiner Umsätze im Ausland erzielen.
Douglas wird auch im Heimatmarkt Deutschland qualitativ und quantitativ weiter wachsen.Expansionschancen liegen hier vor allem in attraktiven Klein- und Mittelstädten mit einem kaufkräftigen Umland, in denen Douglas bislang nicht vertreten ist. Die Zahl der Parfümerien in Deutschland soll innerhalb der nächsten drei Jahre auf rund 500 Parfümerien steigen. Die dynamische internationale Expansion lässt darüber hinaus die Eröffnung der 1000. Douglas-Parfümerie in greifbare Nähe rücken.
Als Marktführer und Trendsetter im Parfümerie-Geschäft entwickelt Douglas kontinuierlich innovative Handels- und Servicekonzepte. Diese Angebote, zu denen die „Douglas Hairdesign“-Friseursalons, die „Douglas Day Spas“ oder auch die Douglas Premium-Parfümerien gehören, sollen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Die Douglas Premium-Parfümerien, zumeist in 1A-Innenstadtlagen gelegen, sprechen eine Kundschaft mit besonders hoher Konsum bereitschaft und Interesse an einem exklusiven Sortimentsmix an. Aktuell gibt es 23 Premium-Parfümerien in Deutschland. Insgesamt sieht Douglas für dieses exklusive Format in den nächsten Jahren weiteres Potenzial. Im Sortimentsbereich soll über neue, attraktive und e xklusiv bei Douglas erhältliche Premium- und Trendmarken sowie ein hoch wertiges Angebot an Accessoires das Profil von Douglas weiter geschärft, die Abgrenzung zum Wettbewerb unterstrichen und der Anspruch des marktführenden Parfümerieunternehmens verdeutlicht werden. Ziel ist es, auch in Zukunft über das Angebot neuer Serviceabteilungen sowie innovativer und exklusiver Marken neue Maßstäbe in der Parfümeriebranche zu setzen.
Herausragendes Marketinginstrument bleibt auch in Zukunft die Douglas Card, eine der erfolgreichsten Kundenkarten im deutschen Einzelhandel. Europaweit gibt es inzwischen mehr als 6,0 Millionen Card-Inhaber – Tendenz steigend. Das Serviceangebot rund um die Douglas Card soll in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut und ergänzt werden, um so die bereits hohe Kundenbindung und Kundenzufriedenheit weiter zu verstärken.
Im Buchbereich liegt der Fokus unverändert auf dem Ausbau der guten Marktposition der Thalia-Gruppe in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Hierzu werden auch die 18 Grüttefien-Buchhandlungen sowie die traditionsreiche Buchhandlung Wagnersche beitragen, an denen sich die Thalia-Gruppe zum 1. Oktober 2006 beteiligt hat. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr 2006/07 rund 20 Neueröffnungen geplant. Expansionschancen bieten sich ferner durch die Akquisition gut eingeführter lokaler oder regionaler Sortimentsbuchhandlungen, die dem hohen Qualitätsanspruch von Thalia gerecht werden.
Neben der Flächenexpansion sieht Thalia gute Wachstumschancen im stärkeren Ausbau von buchnahen Sortimenten wie Hörbücher und Papeterie-Artikel (Papier, Schreibwaren und zu Büchern passende Geschenkartikel).
In den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 hat zudem der Ausbau der Marke „Thalia“ zu einer starken Dachmarke hohe Priorität. Im Marketing wird der Media-Mix um die Komponente Rundfunkwerbung erweitert. Die sich wachsender Beliebtheit erfreuende Thalia-Geschenkkarte, die auch für Bestellungen im Internet verwendet werden kann, soll weiter forciert werden. Auch das Multi-Channel-Konzept wird weiter ausgebaut, denn im Buchhandel ist ein kompetenter Internetauftritt ein zunehmend wichtiger Erfolgsfaktor, um zusätzliche Wachstumschancen zu nutzen. Aus diesem Grund sollen stationärer Buchhandel und Internetbuchhandel künftig noch stärker vernetzt werden.
Im Geschäftsbereich Schmuck liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau der Marke Christ. Ziel ist es, die marktführende Position von Christ in Deutschland auszubauen und Christ als beliebtestes Fachgeschäft für schicken Schmuck und schöne Uhren in der mittleren bis gehobenen Preislage fest zu etablieren. Daher wird Christ sich über eine stärkere Differenzierung seiner Filialkonzepte am Markt profilieren und die Sortimente und den Ladenbau noch besser an die jeweiligen lokalen Kundenwünsche anpassen. Im Ladenbau sollen „Highlight-Vitrinen“ die präsentierte Ware noch stärker inszenieren. Der Ladenbau wird noch offener gestaltet werden und soll so Kunden zum Verweilen und Stöbern einladen. Christ plant in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 jeweils fünf bis zehn Neueröffnungen. Darüber hinaus erhalten zahlreiche Christ-Juweliergeschäfte ein neues, zeitgemäßes Ambiente.
Im Sortimentsbereich setzt Christ auf eine zunehmende Markenorientierung der Kunden. Aus diesem Grund wird das Uhren- und Schmuckangebot aktueller Top-Marken ausgebaut. Die Kompetenz im Schmuck-, Diamant- und Uhrensegment wird durch zahlreiche neue Exklusiv-Produkte unterstrichen. Mit der Aufnahme neuer Impuls- und Geschenkartikel sollen jüngere Zielgruppen angesprochen werden. Die Marketingkooperation mit dem Top-Model Claudia Schiffer wird Christ im Geschäftsjahr 2006/07 fortsetzen und so den Bekanntheitsgrad der Marke Christ zusätzlich erhöhen.
Im zweiten Halbjahr 2007 wird Christ ein neues Warenwirtschaftssystem einführen, das maßgeblich dazu beitragen wird, die Ergebnissituation zu verbessern. Die wichtigsten Lieferanten werden direkt an das neue System angebunden. Mit Hilfe effi zienterer Berichtsstrukturen soll so die gesamte Wertschöpfungskette optimiert und der Lagerumschlag weiter erhöht werden.
René Kern präsentiert sich nach Abschluss der Konsolidierungsphase in den Metropolen Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt mit hochwertigen Juweliergeschäften in besten Lagen. In den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 will René Kern weiter von der hohen Nachfrage nach Luxusprodukten profi tieren und Umsatzzuwächse erzielen. Dazu sollen hochkarätige, lokale Events genauso beitragen wie der ansprechende Sortiments mix von hochwertigem Schmuck und Luxus-Uhren. Ziel ist es, am jeweiligen Standort die erste Adresse unter den Top-Juwelieren zu sein.
Im Geschäftsbereich Mode wird Appelrath-Cüpper im Geschäftsjahr 2006/07 sein Markenprofi l weiterschärfen. Dazu wird das Angebot an attraktiven Premium-Marken und modernen Accessoires wie Handtaschen und Schuhen weiter ausgebaut. Auch die Präsentation dieser Marken in sogenannten Shop-in-Shop-Lösungen wird forciert. In den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 hat darüber hinaus die Modernisierung bestehender Modehäuser Priorität. So werden verschiedene Häuser umgebaut, modernisiert und teilweise auf vergrößerter Verkaufsfl äche in einem zeitgemäßen und attraktiven Ambiente wiedereröffnet.
Der Herrenausstatter Pohland wird in den nächsten beiden Geschäftsjahren die Neuausrichtung in Richtung Lifestyle-Unternehmen konsequent vorantreiben. Dazu ist geplant, weitere Häuser umzubauen und zu modernisieren. Zudem wird im März 2007 eine neue Filiale in einem Einkaufszentrum in Braunschweig eröffnet, ferner wird die Bonner Filiale im April 2007 geschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr wird zudem intensiv an der Pohland-Fashion-Kompetenz gearbeitet. Dazu wird Pohland im Sortimentsbereich das Angebot an zeitgemäßen internationalen und attraktiven Top-Marken für die Zielgruppe ausweiten. Auch das Eigenmarkenangebot soll weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, durch verbesserte Beratungs- und Serviceorientierung sowie einer attraktiven und inszenierten Warenpräsentation Pohland als kompetenten Anbieter im gehobenen Herrenbekleidungseinzelhandel zu positionieren. Zusammen mit konsequentem und effizientem Kostenmanagement soll so das Ertragspotenzial von Pohland verbessert werden.
Der Bereich Süßwaren ist wieder auf Wachstumskurs. Hussel wird sein Filialnetz weiter modernisieren und durch Neueröffnungen ertragsorientiert ausbauen. Im Geschäftsjahr 2006/07 sind zehn Neueröffnungen geplant, jeweils die Hälfte davon in Deutschland und in Österreich. Mit der Übernahme von 86 Susi-Süßwarenfachgeschäften zum 1. November 2006 hat Hussel einen großen Wachstumsschritt gemacht und die führende Position im deutschen Confiserie-Segment gestärkt. Die Filialen der Susi-Gruppe werden mit Augenmaß in das Hussel-Filialnetz integriert und die verschiedenen Sortimentskonzepte in spezielle Standortlösungen eingebaut. Hussel verfügt nun über einen Marktanteil im deutschen Süßwaren-Fachgeschäftsbereich von über zehn Prozent. Mit perfekt abgestimmten Sortimenten, echten Neuheiten auf hohem Qualitätsniveau sowie innovativen Eigenmarken und Lizenzprodukten schafft Hussel in seinen Confi serien eine besondere Genusskultur. Die erfreuliche Entwicklung von Hussel in Deutschland und das große Potenzial in Österreich stimmen zuversichtlich für die zukünftige ertragsorientierte Entwicklung dieses traditionsreichen Unternehmens.
Die DOUGLAS-Gruppe glaubt fest an die Zukunft der Fachgeschäfte. Alle Vertriebsgesellschaften setzen auch in Zukunft auf freundliche und fachkompetente Beratung und bleiben ihrer Lifestyle-Strategie treu: herausragender Service, erstklassige Sortimente und ein ansprechendes Ambiente – und das alles zu fairen Preisen – das schafft Vertrauen bei den Verbrauchern.
Vor dem Hintergrund der wertorientierten Wachstumspolitik wird die DOUGLAS-Gruppe auch in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 europaweit neue Arbeitsplätze schaffen. Zudem bekennt sich die Unternehmensgruppe zur Ausbildung junger Menschen und wird in beiden Geschäftsjahren eine hohe Zahl neuer Ausbildungsplätze bereitstellen. Mit individuell zugeschnittenen Weiterbildungs- und Entwicklungsprogrammen wird auch künftig weiter an der Servicebereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gearbeitet.
Umsatz- und Ergebnisprognose für die Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08
Eine Prognose für den Geschäftsverlauf der DOUGLAS HOLDING AG in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 fällt aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beziehungsweise der nur schwer vorhersehbaren Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 auf den deutschen Einzelhandel schwer. Vor dem Hintergrund der erfreulichen Entwicklung im Weihnachtsgeschäft 2006 geht der Vorstand der DOUGLAS HOLDING AG allerdings davon aus, im Geschäftsjahr 2006/07 ein Umsatzwachstum zwischen sieben und neun Prozent erreichen zu können. Das Ergebnis vor Steuern soll auf 135 bis 138 Millionen Euro steigen. Darüber hinaus ist die DOUGLAS-Gruppe zuversichtlich, den Unternehmenswert auf Basis des DVA-Konzeptes weiter steigern und so die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen zu können. Ziel ist es, die Aktionäre angemessen an der Geschäftsentwicklung der DOUGLAS-Gruppe zu beteiligen. Dazu wird auch künftig eine Ausschüttungsquote von etwa 50 Prozent des Konzernjahresüberschusses angestrebt.
Auch für das Geschäftsjahr 2007/08 geht der Vorstand davon aus, dass die DOUGLAS-Gruppe ihren wertorientierten Wachstumskurs fortsetzen wird und erwartet daher weitere Zuwächse beim Umsatz und beim Ergebnis.
Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage und zur voraussichtlichen Entwicklung der DOUGLAS-Gruppe
Der Vorstand der DOUGLAS HOLDING AG beurteilt die wirtschaftliche Lage des DOUGLAS-Konzerns weiterhin positiv. Die Gruppe ist aufgrund ihrer soliden Finanz-, Vermögens- und Ertragslage in einer starken Position, um auch bei einem verhaltenen Konsumklima weiter erfolgreich wirtschaften zu können. Alle Geschäftsbereiche werden ihre jeweiligen Marktpositionen nachhaltig ausbauen. Kunden- und Serviceorientierung werden auch künftig in der DOUGLAS-Gruppe besonders groß geschrieben.
Die DOUGLAS-Gruppe hat das Kalenderjahr 2007 unter das Motto „Konsequent einfach!“ gestellt. Schwerpunktmäßig sollen unter diesem Motto die folgenden Themen bearbeitet werden: Reduzierung unnötiger Komplexität bei gleichzeitiger Fokussierung auf maximale Kundenorientierung sowie noch bessere Nutzung der eigenen Stärken.
Die bestehenden Formate werden weiterhin regelmäßig kritisch auf Verbesserungspotenzial hinterfragt und neue Konzepte und Vertriebskanäle regelmäßig analysiert und geprüft. Zusammen mit konsequentem und effizientem Kostenmanagement werden so zusätzliche Ertragspotenziale realisiert. Sollte sich das Konsumklima weiter verbessern, sind die Fachgeschäfte der DOUGLAS-Gruppe gut gerüstet, davon mit weiter steigenden Umsätzen und Erträgen überdurchschnittlich zu profitieren.
Hagen, im Dezember 2006
DOUGLAS HOLDING AG
Der Vorstand
Dr. Henning Kreke Claus Mingers Dr. Burkhard Bamberger Gabriele Traude-Stopka