Die DOUGLAS-Gruppe im Überblick
Profil und Philosophie
Die DOUGLAS-Gruppe ist ein europäisches Handelsunternehmen mit mehr als 1.500 Fachgeschäften in erstklassigen Citylagen und Einkaufszentren mit einem innenstadtähnlichen Einzelhandelsangebot. Mittlerweile repräsentieren mehr als 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Lifestyle-Philosophie der DOUGLAS-Gruppe und bieten ihren Kunden herausra gen den Service, erstklassige Sortimente zu fairen Preisen und ein erlebnisorientiertes Ambiente. Diese Lifestyle-Philosophie verbindet alle fünf operativen Geschäftsbereiche, die im Markt mit starken, eigenständigen Marken auftreten: Die Douglas-Parfümerien sind mittlerweile in 18 Ländern präsent und stehen als Marktführer in Europa für Kompetenz auf den Gebieten Duft, Kosmetik und Pflege. Die Thalia-Buchhandlungen nehmen mit ihren umfangreichen und anspruchsvollen Sortimenten eine führende Marktposition in Deutschland, Österreich und in der Schweiz ein. Im Schmuckbereich sind die Christ-Juweliere Marktführer in Deutschland im mittleren bis gehobenen Preissegment. Die im Luxussegment positionierten René Kern-Juweliergeschäfte gehören an ihren Standorten zu den ersten Juwelier-Adressen. Im Modebereich zählen die Damenmodehäuser von Appelrath-Cüpper sowie der Herrenausstatter Pohland an ihren Standorten zu den führenden Anbietern qualitativ hochwertiger Bekleidung. Der Confiserie-Spezialist Hussel ist Marktführer im deutschen Süßwarenfachhandel und darüber hinaus seit 2005 in Österreich präsent. Die DOUGLAS HOLDING AG mit Sitz in Hagen übernimmt als Beteiligungs- und Management-Holding zentrale Führungs- und Serviceleistungen für die DOUGLAS-Gruppe. Auch die als Profit-Center geführten Dienstleistungsgesellschaften sowie nahezu alle Servicezentralen der Vertriebsgesellschaften sind in Hagen angesiedelt. Ein Strukturdiagramm der DOUGLAS-Gruppe befindet sich auf der Seite 5 dieses Geschäftsberichtes.
Leitbild und Ziele
Die DOUGLAS-Gruppe steht für „Handel mit Herz und Verstand“. Dieses Leitbild definiert die Werte, nach denen überall im Unternehmen gehandelt wird und beschreibt die Unternehmenskultur, die die DOUGLAS-Gruppe prägt. Dazu gehört auch ein hohes Maß an Dezentralität. Gemäß dem Grundsatz „So viel Dezentralität wie möglich, so viel Zentralität wie nötig“ werden Entscheidungen nah am Kunden getroffen und die hohe Kunden- und Serviceorientierung der DOUGLAS-Gruppe betont. Das Leitbild ist gleichzeitig auch Basis für das Erreichen der folgenden Ziele: Ausbau der Marktpositionen durch renditeorientiertes Wachstum, Fortsetzung der Internationalisierung sowie Ausbau der Qualitäts- und Serviceführerschaft.
Ausbau der Marktpositionen durch renditeorientiertes Wachstum
Die DOUGLAS-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die jeweiligen Marktpositionen in den fünf Geschäftsbereichen zu festigen beziehungsweise weiter auszubauen. Renditeorientiertes Wachstum ist hierbei das Maß der Dinge; dies gilt sowohl für Neueröffnungen als auch für Akquisitionen und Beteiligungen. Sämtliche Investitions vorhaben der DOUGLAS-Gruppe werden auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes geprüft. Der Unternehmenswert beziehungsweise dessen Entwicklung werden mit Hilfe des DOUGLAS Value Added (DVA) gemessen, der auf dem EVA®-Konzept basiert. Das DVA-Konzept geht davon aus, dass die DOUGLAS-Gruppe und ihre einzelnen Tochtergesellschaften dann Wert schaffen, wenn sie eine Rendite verdienen, die über den Kapitalkosten auf das gebundene Geschäftsvermögen liegt.
Fortsetzung der Internationalisierung
In ihrem Heimatmarkt Deutschland ist die DOUGLAS-Gruppe gut aufgestellt und erwirtschaftet hier rund 68 Prozent ihrer Umsätze. Gleichwohl wird die DOUGLAS-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit weiter internationalisieren. Dies gilt insbesondere für die bereits in 17 Ländern Europas und den USA tätigen Douglas-Parfümerien. Der künftige Expansions-Fokus liegt weiter auf Süd- und Osteuropa. Der Markteintritt in neue Länder ist vor allem von der durchschnittlichen Kaufkraft der Einwohner abhängig. Diese muss sich auf einem Niveau bewegen, welches es der potenziellen Kundschaft ermöglicht, sich „einen Hauch von Luxus“ bei Douglas leisten zu können.
Ausbau der Qualitäts- und Serviceführerschaft
Die Fachgeschäfte der DOUGLAS-Gruppe wollen an ihren Standorten der Maßstab für Qualität und Service sein und sich so von den jeweiligen Mitbewerbern positiv abheben – mit freundlicher Bedienung und fachkompetenter Beratung, erstklassigen Serviceleistungen, übersichtlichen Warenpräsentationen sowie qualitativ hochwertigen Sortimenten zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Trends im Kundenverhalten und in den Kundenwünschen zu erkennen und rasch in attraktive Handelsformate, exklusiv erhältliche Produkte oder neue Serviceleistungen umzusetzen, ist dabei eine ständige Herausforderung und der „Motor“ für Innovationen, mit denen alle Tochtergesellschaften ihre Qualitätsund Serviceführerschaft weiter ausbauen.
Steuerung des Unternehmens
Vorstand und Aufsichtsrat der DOUGLAS HOLDING AG arbeiten effizient und vertrauensvoll zusammen. Eine Person kann nicht gleichzeitig Mitglied in beiden Organen sein. Der Vorstand der DOUGLAS HOLDING AG führt die Geschäfte der Gesellschaft und vertritt diese gegenüber Dritten. Er besteht aus vier Mitgliedern. Jedes Mitglied des Vorstandes ist für einzelne Zuständigkeitsbereiche verantwortlich. Die Vorstandsmitglieder haben jedoch eine gemeinsame Verantwortung für die Leitung des Konzerns.
Der Vorstand erstattet dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht, insbesondere über die Geschäftspolitik und Strategie der Geschäftsbereiche, den laufenden Geschäftsbetrieb, potenzielle Akquisitions- und Desinvestitionsvorhaben sowie Finanzierungs maßnahmen. Ferner wird der Aufsichtsrat über alle Ereignisse informiert, die für die künftige Unternehmensentwicklung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes der DOUGLAS-Gruppe von erheblicher Bedeutung sein könnten.
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstandes und überwacht und berät den Vorstand begleitend bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat darf grundsätzlich keine Geschäftsführungsfunktion ausüben. Allerdings darf der Vorstand bestimmte Geschäfte nicht ohne die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrates tätigen.
Die 16 Mitglieder des Aufsichtsrates setzen sich paritätisch aus Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer zusammen. Die Aktionärsvertreter werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Wahl der Arbeitnehmervertreter erfolgt nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes. Der Aufsichtsrat hat mindestens zweimal im Kalenderhalbjahr zu tagen.
Informationen zum Vergütungssystem (von Vorstand und Aufsichtsrat) sind auf den Seiten 140 bis 142 im Anhang zu finden.
Das Geschäftsjahr 2005/06 im Überblick
Der DOUGLAS-Konzern setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen wertorientierten Wachstumskurs fort. Der Nettoumsatz stieg um 10,9 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Damit hat die DOUGLAS-Gruppe ihre im Mai 2006 angehobene Zielsetzung, den Umsatz zwischen acht bis zehn Prozent zu steigern, leicht übertroffen. Erfreulicherweise lagen auch die Umsätze auf vergleichbarer Fläche um 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das Investitionsvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2005/06 auf 141,2 Millionen Euro nach 121,6 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt hat die DOUGLAS-Gruppe im Berichtszeitraum 106 neue Fachgeschäfte im In- und Ausland eröffnet. Per 30. September 2006 umfasste das Filialnetz der DOUGLAS-Gruppe insgesamt 1.549 Standorte.
Das Ergebnis vor Steuern im Konzern erreichte 129,4 Millionen Euro nach 119,4 Millionen Euro im Vorjahr. Somit konnte auch das Ziel, ein Ergebnis vor Steuern zwischen 125 und 127 Millionen Euro zu erreichen, leicht übertroffen werden.
Der Unternehmenswert der DOUGLAS-Gruppe, gemessen am DOUGLAS Value Added (DVA), wurde im Geschäftsjahr 2005/06 um 4,9 Millionen Euro auf 31,3 Millionen Euro gesteigert.
Aufsichtsrat und Vorstand der DOUGLAS HOLDING AG werden der Hauptversammlung am 14. März 2007 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2005/06 eine Dividende von 1,10 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber der Vorjahresdividende von 1,00 Euro je Aktie. Gemessen am Schlusskurs von 36,90 Euro per 30. September 2006 entspricht dies einer Dividendenrendite von rund 3,0 Prozent.