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Lagebericht

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Serviceorientierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben auch im Geschäftsjahr 2005/06 einen großen Beitrag zum Unternehmenserfolg der DOUGLAS-Gruppe geleistet. Sie tragen mit ihrer Fachkompetenz, Freundlichkeit und Servicebereitschaft maßgeblich zur Profi lierung der Fachgeschäfte der DOUGLAS-Gruppe gegenüber dem Wettbewerb bei.

Per 30. September 2006 beschäftigte die DOUGLAS-Gruppe insgesamt 21.002 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2005/06 um 1.414 beziehungsweise 7,2 Prozent erhöht (30. September 2005: 19.588). Am deutlichsten stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Parfümerien und Bücher, die durch zahlreiche Neueröffnungen und Akquisitionen stark gewachsen sind.

Der Personalaufwand in der DOUGLAS-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2005/06 auf 580,8 Millionen Euro und lag damit vor allem aufgrund des Personalaufbaus in den Bereichen Parfümerien und Bücher um 9,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwandsquote ging leicht auf 21,7 Prozent zurück (Vorjahr: 21,9 Prozent).

Weiterführende Informationen zu diesem Thema befinden sich im Kapitel „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ auf den Seiten 20 bis 25 dieses  Geschäftsberichtes.

Zukunftsgerichtete Innovationskultur
In einem Handelskonzern wie der DOUGLAS-Gruppe fallen keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F+E) im klassischen Sinne an. Gleichwohl werden die Märkte ständig intensiv beobachtet und Trends analysiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind wesentlich für die Entwicklung neuer Formate und Vertriebskanäle sowie für das Angebot zeitgemäßer und attraktiver  Sortimente. Sie fließen darüber hinaus ein in die Entwicklung moderner Ladenbaukonzepte, zeitgemäßer Aus- und Weiterbildungskonzepte, aktueller Marketinginstrumente sowie neuer EDVSysteme. Die Tochtergesellschaften der DOUGLAS-Gruppe setzen mit zahlreichen Neueröffnungen Jahr für Jahr Trends und neue Akzente in ihren jeweiligen Branchen.

Aufgrund der besonderen Bedeutung von Innovationen für die zukünftige Entwicklung der DOUGLAS-Gruppe hatte der Vorstand das Kalenderjahr 2006 unter das Motto „Jahr der Innovation“gestellt und hierzu einen  konzernweiten Innovationswettbewerb ausgerufen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren aufgefordert, Vorschläge zu den Wettbewerbskategorien „Beste Innovation für den Kunden“, „Beste Innovation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, „Beste Innovation für die Geschäftspartner“ und „Beste Innovation für den optimalen Ressourceneinsatz“ einzureichen. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Vorschläge eingereicht. Die besten Vorschläge wurden durch eine interne Jury prämiert. Im Laufe des Kalenderjahres 2007 sollen möglichst viele der innovativen Vorschläge umgesetzt werden.

Effektive und kundenorientierte Beschaffung und Logistik
Als internationaler Handelskonzern arbeitet die DOUGLAS-Gruppe auf der Beschaffungsseite mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Lieferanten zusammen. Ziel aller Beschaffungsaktivitäten ist es, über eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit den Lieferanten Produktqualität und Liefertreue sicherzustellen und so dauerhaft Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 hat die DOUGLAS-Gruppe die Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten weiter optimiert. Beispielsweise haben die Tochtergesellschaften den elektronischen Datenaustausch Electronic Data Interchange (EDI) sowie die Optimierung des Warengeschäfts mit Hilfe von Supply Chain Management (SCM) vorangetrieben.

Der Parfümeriebereich arbeitet im Bereich Logistik mit sogenannten Cross Docking-Centern. In den neun deutschen Cross Docking-Standorten werden die Waren aller Lieferanten ohne nennenswerte Zwischenlagerung verkaufsfertig bearbeitet (Verpackungsentsorgung, Preisauszeichnung, Warensicherung, Verbuchung, Rechnungsabwicklung und -kontrolle) und gebündelt zu festen Terminen an die jeweiligen Filialen ausgeliefert. Ziel ist es, die Filialen von Nicht-Verkaufstätigkeiten weitestgehend zu entlasten sowie die Lagerverweildauer der bezogenen Produkte so weit wie möglich zu minimieren. Das Cross Docking-Konzept wurde auch bereits auf das Ausland übertragen.
Neben den Cross Docking-Centern in Österreich und den Niederlanden wurde im Juni 2006 ein weiteres Center im italienischen Bergamo eröffnet. An dieses neue Cross Docking-Center konnten in kurzer Zeit alle Filialen in Norditalien angeschlossen werden.

Die Supply Chain-Strategie der Douglas-Parfümerien wurde auf der 7. Efficient Consumer Response (ECR)-Konferenz 2006 mit dem ECR Award 2006 „Beste Management-Leistung für den Verbraucher“ für die gelungene Umsetzung des ECR-Gedankens insbesondere in Bezug auf die Integration von Lieferanten und Logistikdienstleistern ausgezeichnet.

Der Buchbereich verfügt über ein zentrales Auslieferungslager in Dortmund. Parallel dazu werden geeignete Sortimentsbereiche sowie sämtliche Produkte einer großen Verlagsgruppe vollständig und nach Themen gebündelt ohne Zwischenlagerung direkt an die jeweiligen Filialen geliefert. Dies führt auch hier zu einer spürbaren Verkürzung der Nachbeschaffungszeiten dieser Produkte und verringert den Anteil der nicht-verkaufsorientierten Tätigkeiten in den Filialen. In 2007 wird eine weitere große Verlagsgruppe die Direktbelieferung der Thalia-Filialen umsetzen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2005/06 der Vertrag mit dem Logistik-Dienstleister Rhenus verlängert. Ziel ist es, den Multi-Channel-Gedanken auch in der Logistikabwicklung zu forcieren und die Filialbelieferung weiter zu optimieren.

Auch der Schmuckbereich verfügt über ein zentrales Auslieferungslager. Um die internen Logistikprozesse zu optimieren und die Filialen auch hier von administrativen Aufgaben zu entlasten, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine zusätzliche Warenausgangskontrolle der zentralen Lieferungen an die Filialen eingeführt. Hierdurch entfällt die artikelbezogene Filialeingangskontrolle. Die Einführung des neuen Warenwirtschaftssystems wurde aufgrund der hohen Komplexität auf das zweite Halbjahr des Kalenderjahres 2007 verschoben. Mit seiner Hilfe soll die Integration strategischer Lieferanten vorangetrieben werden. Vorgesehen ist beispielsweise die automatische und verkaufsfertige Nachversorgung abgestimmter Depotsortimente durch die Lieferanten. Vorteilhaft ist, dass diese Ware bis zum endgültigen Verkauf Eigentum des Lieferanten bleibt und grundsätzlich erst zu diesem Zeitpunkt von Christ zu bezahlen ist.

Nachhaltiges Handeln als Bestandteil der Unternehmenskultur
Die DOUGLAS-Gruppe ist einem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet. Nachhaltigkeit steht dabei für die Fähigkeit eines Unternehmens, seine unternehmerischen Aktivitäten zukunftsorientiert auszurichten und dabei ökologische und soziale Auswirkungen mit einzubeziehen. Nachhaltigkeit wird damit Teil der Unternehmenskultur und überdies ein Leistungsindikator, der für Kunden, Mitarbeiter, Investoren und andere interessierte Gruppen mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Die DOUGLAS-Gruppe stellt sich schon lange dieser Herausforderung und ist sich mehr denn je ihrer Umweltverantwortung sowie ihrer sozialen und  gesellschaftlichen Verpflichtung bewusst. Für alle Tochtergesellschaften hat daher neben dem betriebswirtschaftlichen Erfolg nachhaltiges Handeln hohe Priorität. Die DOUGLAS-Gruppe versteht Nachhaltigkeit als kontinuierliche und wichtige Aufgabe des Managements sowie jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters.

So hat der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen seit jeher in der DOUGLAS-Gruppe einen hohen Stellenwert. Alle Fachgeschäfte und die Service-Zentralen vermeiden unnötigen Energie- und Materialverbrauch. Schwerpunkt eines nachhaltigen Umweltmanagements ist die kreative Suche nach immer besseren Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern und so den Ressourcenverbrauch weiter zu reduzieren. Dazu wird auch das Instrument des standort- und länderübergreifenden Erfahrungsaustausches intensiv genutzt. Der Wille zur Abfallvermeidung und -verwertung fließt bereits ein in die Produktauswahl und Verpackungsgestaltung. Hersteller und Lieferanten werden von den Tochtergesellschaften der DOUGLAS-Gruppe aufgefordert, sich beim Umweltmanagement aktiv einzubringen.

Auch die logistischen Prozesse werden ständig optimiert. Als europäisches Handelsunternehmen achtet die DOUGLAS-Gruppe bei der Steuerung der internationalen Warenströme – von den Herstellern hin zu den mehr als 1.500 Fachgeschäften in 18 Ländern – darauf, Schadstoffe möglichst zu vermeiden beziehungsweise weitestgehend zu reduzieren.

Zu einem nachhaltigen Management gehört auch die Übernahme sozialer Verantwortung gegenüber der eigenen Belegschaft und der Gesellschaft. Die DOUGLAS-Gruppe setzt insbesondere durch ihre konsequente  Mitarbeiterorientierung Maßstäbe. Die rund 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Herzstück der DOUGLAS-Gruppe, denn das Image der einzelnen Vertriebsgesellschaften wird ganz wesentlich von ihrer Qualität und ihrer Kompetenz bestimmt. Durch konsequente Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen wurde der Anspruch, über die freundlichsten, engagiertesten und kompetentesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verfügen, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gefestigt. Ein  umfangreiches Angebot an individuellen Schulungsmaßnahmen steht allen Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern offen.

Auch das Thema „Ausbildung“ genießt seit jeher einen sehr hohen Stellenwert in der DOUGLAS-Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben rund 500 junge Menschen gruppenweit ihre Ausbildung begonnen. Derzeit absolvieren – alle Ausbildungsjahrgänge zusammengerechnet – mehr als 1.300 junge Leute in Deutschland eine Ausbildung in der Unternehmensgruppe. Damit beträgt die Ausbildungsquote fast 13 Prozent und liegt weit über dem Branchenschnitt von rund sieben Prozent. Rund drei Viertel der Auszubildenden setzen nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss ihren Berufsweg in der DOUGLAS-Gruppe fort. So stellt sich die Unternehmensgruppe ihrer sozialen Verantwortung für die Zukunft junger Menschen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Schließung der Ausbildungslücke in Deutschland. Gleichzeitig ist die Investition in zusätzliche Ausbildungsplätze auch immer eine Investition in die Zukunft der DOUGLAS-Gruppe, denn viele der  ehemaligen Auszubildenden bekleiden heute wichtige Positionen im Unternehmen.

Aus der Übernahme sozialer Verantwortung für die Gesellschaft folgt beispielsweise die Verpflichtung, bei Spendenaktionen mit gutem Beispiel voranzugehen. So hat die DOUGLAS-Gruppe im Berichtszeitraum anlässlich der Hauptversammlung 25.000 Euro jeweils zur Hälfte der Fernuniversität Hagen für das Projekt „Aufbau von Studienzentren in Osteuropa“ sowie der Evangelischen Stiftung Volmarstein für das Behindertenprojekt „Betreutes Wohnen in Hagen“ gespendet und damit beiden Organisationen schnell und unbürokratisch geholfen. Fast alle Fachgeschäfte engagieren sich darüber hinaus auch vor Ort, indem sie lokale Aktionen organisieren und die Erlöse „guten Zwecken“  zukommen lassen.

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